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Relineeurope geht neue Wege

Qualitätssicherung als dynamischer Prozess

Lückenlos, dynamisch, interaktiv: Im Rahmen des Qualitätsmanagements will Relineeurope die Baustellendaten seiner Kunden für einen kontinuierlichen Optimierungsprozess nutzen, von dem allen Beteiligten profitieren.

Willi Kröller (links) hat das "Total Quality Management" bei Relineeurope maßgeblich mitgestaltet.

Die Eingangskontrolle des Harzes umfasst unter anderem eine Viskositätsmessung.

Beim Schlauchlinerhersteller Relineeurope, wird neben dem Produkt besonders der Systemgedanke in den Vordergrund gestellt. Das gilt auch für das Qualitätsmanagement. Hier wurden in erstaunlich kurzer Zeit neue Ideen umgesetzt, die Kunden, Hersteller und nicht zuletzt den Netzbetreibern zu Gute kommen sollen. Ein wichtiges Werkzeug dabei ist das Re-Desk, eine Internet basierende Plattform für die Partner Der Relineurope AG.
Willi Kröller kennt aus seiner langen Zeit als Geschäftsführer von Insituform beide Seiten. Dort waren Schlauchhersteller und Sanierungsunternehmen unter einem Dach vereint. Aus dieser Zeit weiß der heutige Relineeurope-Vorstand, dass für die Sicherung und Weiterentwicklung der Qualität des Endproduktes nicht nur die Kontrolle einzelner Parameter, sondern darüber hinaus der Informationsaustausch zwischen Produktion und Baustelle von großer Bedeutung ist. Seine Erfahrungen hat Kröller in das neue Qualitätsmanagement bei Relineeurope eingebracht.
„Unsere Verantwortung für das Produkt endet nicht am Werkstor. Wir wollen unsere Partner bis zum fertigen ausgehärteten Alphaliner auf der Baustelle begleiten“, beschreibt Kröller das Konzept des „Total Quality Management“. Beginnend mit der Prüfung der angelieferten Rohstoffe und der Kontrolle der Produktionsabläufe im Werk soll in einem lückenlosen, interaktiven und dynamischen Prozess zum einen die Qualität bis zum fertig eingebauten und ausgehärteten Produkt gesichert werden. Darüber hinaus sollen durch den Austausch und die Auswertung der prozessrelevanten Daten aus Produktion und dem Installations- und Aushärteprozess  auf  der Baustelle für die Sanierungsunternehmen und den Hersteller Optimierungspotentiale möglichst effizient ausgeschöpft werden.

Lückenlose Dokumentation

In der Praxis beginnt dieser Prozess mit den Wareneingangskontrollen. Jede Charge angelieferter Harze, Glasfasern und Folien wird vor der Freigabe für die Produktion auf ihre geforderten Materialeigenschaften im eigenen Labor überprüft.
In der Linerproduktion werden alle produktspezifischen Parameter wie Harz- und Glasanteil, Wandaufbau Wanddicke und Länge kontinuierlich überwacht und dokumentiert.
Die ermittelten Werte werden gespeichert und in einer Linerdatenbank dem speziellen Liner zugeordnet. Der Produktionsprozess lässt sich also für jeden Liner anhand der Auftragsnummer von den Ausgangsmaterialien bis zur Auslieferung noch über Jahre hinweg zurückverfolgen.
Auf der Baustelle werden alle qualitätsrelevanten Daten wie Einzugsgeschwindigkeit, Aufstelldruck, Aushärtegeschwindigkeit und Temperaturverlauf von dem – vorzugsweise von Relineeurope gelieferten – Einbauequipment überwacht und dokumentiert. „Wir liefern unsere Liner definitiv nur an Sanierungsunternehmen, deren Sanierungsfahrzeuge diese technischen Mindeststandards aufweisen, denn hier liegt ein Schlüssel, kontrolliert und nachvollziehbar Qualität auf der Baustelle herzustellen“, betont Willi Kröller.
Relineeurope geht aber noch einen Schritt weiter und stellt den Kunden auf Wunsch eigene Mitarbeiter zur Verfügung, die die Einbaufirma mit der Kompetenz des Herstellers auf der Baustelle beraten und unterstützen. „Speziell für diese Aufgabe sind bei uns vier Mitarbeiter beschäftigt.“

Informationsaustausch mit der Baustelle

Normalerweise wird eine Linerbaustelle technisch mit der Matrialprüfung durch ein vom Auftraggeber beauftragtes Prüfinstitut abgeschlossen. Bei Relineeurope sieht man in den Ergebnissen dieser Materialprüfungen jedoch wertvolle Daten, um Optimierungspotential für Produkt und Einbau zu erkennen. Deshalb bietet Relineeurope seinen Kunden die Möglichkeit, über das Partnerportal Re-Desk via Internet die Daten jedes einzelnen Liners zum Hersteller nach Rohrbach zu übermitteln. Dort werden die Ergebnisse ausgewertet und dem Sanierungsunternehmen auf der Website in einem mit Passwort geschützten, personenbezogenen Bereich wieder zugänglich gemacht. „Hier sind wir natürlich auf die freiwillige Mitarbeit unserer Kunden angewiesen, aber ich denke, wir haben starke Argumente auf unserer Seite“, so Willi Kröller. „Denn auf diese Weise können die Firmen schon früh auch geringe Abweichungen vom Optimum erkennen, mit unserer Hilfe nach den Ursachen suchen und Fehlerquellen abstellen“ Die Vorteile sieht Kröller für alle Beteiligte. Den Sanierungsunternehmen helfen diese Informationen, Baustellenprozesse zu optimieren und auf diese Weise bei Fehler zu reduzieren sowie Produktivität und Erträge zu steigern. Für Relineeurope bilden die Daten eine wertvolle Basis, um kontinuierlich die eigenen Produkte weiterzuentwickeln. Und für den Auftraggeber schafft dieses gemeinsam von Hersteller und Sanierungsfirma praktizierte Qualitätsmanagement - ergänzend zu den eigenen Maßnahmen zur Qualitätssicherung - zusätzliche Sicherheit. Die bisherige Erfahrung zeigt, dass sich die Kunden von Relineeurope, die sich in 2010 für das Alphalinersystem entschieden haben  auch die Vorteile des TQM Systemes nutzen.
„Es sind zwei Grundgedanken, die den Kern unseres Total Quality Management bilden“, fasst Willi Kröller zusammen: Zum einen die lückenlose Durchgängigkeit des Systems vom Rohstoff bis zum ausgehärteten Liner, zum anderen die enge Zusammenarbeit mit unseren Partnern, die zu einem kontinuierlichen Optimierungsprozess führt, von dem alle Beteiligten profitieren.“ Ab sofort steht das System den Kunden von Relineeurope zur Verfügung. Man darf gespannt sein wie es sich am Markt etablieren wird.

A. zu Eulenburg

Tränkung der Glasfaserbänder mit kontinuierlicher Kontrolle des Harzgehaltes.

In der Produktion wird lückenlos die Wanddicke der Liner gemessen.