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Brombeermann-Stadt erhält Kanalrohrsystem mit Kugelgelenk

HAMM, 04.12.13 – Stark korrodierte Betonrohre eines Mischwassersammlers sind in der hessischen Landstadt Wanfried, wo jährlich im Juli der "Brommbeermann" auftritt, durch HS-Kanalrohre ersetzt worden. Ein Kugelgelenk und der Werkstoff PVC-U sollen nun für mehr Qualität sorgen.
 

 

Durch das integrierte Kugelgelenk ist der Connex-Anschluss um 11° schwenkbar. Das macht die Rohrverbindung flexibler und somit auch langlebiger.  

3 m lange HS-Kanalrohre wurden
für den Mischwassersammler in der
Wallstraße in Wanfried verbaut.
 

Dass die rund 4.300 Bewohner stolz sind auf ihre Stadt und deren Geschichte, merkt man auch als Besucher schnell. Die Symbolfigur des Ortes, der Brombeermann, ist heute noch beim Schützenfest präsent und erinnert an die Verleihung der Stadtrechte im Jahre 1608 durch Landgraf Moritz von Hessen. Heute ist Wanfried ein staatlich anerkanntes Erholungsgebiet.
Doch auch was die unterirdische Infrastruktur anbelangt, hat Bürgermeister Wilhelm Gebhard die Weichen Richtung Zukunft gestellt. Deshalb hat das Bauunternehmen Gebr. Bommhardt den Mischwassersammler und die Hausanschlussleitungen mit HS-Kanalrohren der Funke Kunststoffe GmbH erneuert. Die Bilder der Kamerabefahrung zeigten bei den alten Betonrohren starke Korrosion an der gesamten Innenwandung. Mit Hilfe einer Schiebekamera wurden auch die Grundstücksleitungen und Hausanschlussleitungen auf den Prüfstand gestellt.
Dass die hessische Stadt an der Landesgrenze zu Thüringen sich bei den neuen Rohren für PVC-U entschied, liegt an den guten Erfahrungen, die hier in den letzten Jahren mit dem Werkstoff gemacht worden sind, aber auch an dem Schadensbild, wie die Planer und Geschäftsführer von KMO Ingenieure GmbH, Stefan Morgenthal und Michael Krause, berichten: „Angesichts der starken Korrosion, die die alten Betonrohre aufwiesen, haben wir uns zusammen mit dem Auftraggeber für den Werkstoff PVC-U von Funke Kunststoffe entschieden. Laut Hersteller sind die Rohre und Formstücke zur Ableitung von Abwässern in einem pH-Bereich zwischen zwei und zwölf geeignet. Damit sind wir gegen Korrosionsschäden in Zukunft gut gewappnet.“
 
Flexible Einbindung und einfache Montage
Auch die Tiefbauer vor Ort waren mit der Wahl des Werkstoffes zufrieden. Zum Einsatz kamen für den Mischwassersammler 3 m lange HS-Kanalrohre in den Nennweiten DN/OD 315 bis 500 und für die Hausanschlussleitungen HS-Kanalrohre DN/OD 160 in braun und blau. Eingebunden wurden sie mittels Connex-Anschlusses.
Hartmut Waßmann vom Bauunternehmen Gebr. Bommhardt lobt den praktischen Nutzen des Bauteils: „Die Einbindung klappt schnell, einfach und wirtschaftlich. Das integrierte Kugelgelenk sorgt dafür, dass angeschlossene Rohre in einem Bereich von 0° bis 11° schwenkbar sind, was das Verlegen deutlich vereinfacht.“ Der Vorteil für den Bauherrn: „Die dadurch deutlich erhöhte Flexibilität und Gelenkigkeit verspricht eine lange Lebensdauer der Rohrverbindung“, erklärt Funke-Fachberater Martin Ritting.
Die Montage des Connex-Anschluss ist denkbar einfach, wie Polier Matthias Meyer beschreibt: „Zunächst wird die Schnittstelle mit einem Spiralbohrer von 10 mm vorgebohrt, um den Führungsstift der Bohrkrone einführen zu können. Danach wird die Bohrung im 90°-Winkel zur Rohrachse erstellt und die Schnittkanten entgratet. Als nächstes drückt der Tiefbauer das Unterteil des Connex-Anschlusses durch diese Bohrung in den Sammler und rückt es so zurecht, dass die Halteclips ausklappen können. Jetzt kommt der rotbraune Distanzring auf die Führungsnut des Unterteils. Das graue Gewinderad wird mit dem mitgelieferten Gleitmittel bestrichen, aufgesetzt und mit dem ebenfalls im Lieferumfang enthaltenen Schlüsseleinsatz fest angezogen. Jetzt muss nur noch der O-Ring und das Gewinde des Anschlussoberteils mit Gleitmittel bestrichen und auf das Unterteil gedrückt werden.“ bi

 

Für die Einbindung der Hausanschlussleitungen an den Sammler kamen Connex-Anschlüsse zum Einsatz. Für das Verfüllen der Baugrube wurde Flüssigboden benutzt. | Fotos: Funke Kunststoffe GmbH
 

 

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie in der nächsten Ausgabe der bi-UmweltBau.